Der Letterndruck in Ostasien

Die Erfindung des Letterndrucks in China geht auf  China durch Bi Sheng (? – 1052) zurück. Er verwendete zunächst Lettern aus Holz, dann welche aus Keramik. Rund 100 Jahre später experimentierte man in China mit Lettern aus Metall. In Korea entstand nach 1200 eine Tradition des Metallletterndrucks. Um 1300 entwickelte Wang Zhen die Methode des Holzletterndrucks. Das Hauptproblem des asiatischen Letterndrucks lag in der Menge der benötigten Zeichen. Da es durch Zeit und Personal, nicht aber durch eine technologische Weiterentwicklung gelöst wurde, blieb der Druck ineffizient und teuer und überstieg in der Regel die finanziellen Möglichkeiten privater Unternehmer. Deshalb wurde dieses unrentable Verfahren vorzugsweise in den kaiserlichen Werkstätten mit ihren scheinbar unbegrenzten Ressourcen angewendet. Nur hier konnte man es sich leisten, Typen aus denselben Materialien herzustellen wie Geld. Der Letterndruck besetzte in Asien eine spezielle Nische, konnte sich aber gegen den Plattendruck nicht durchsetzen.

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Claus Maywald

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